Zwei Rindviecher und eine Blase

13.11.2016

Habibi, letzte Woche war von einem besonderen Ereignis geprägt, mein Liebling, der ausdrückliche Israel-Freund Donald Trump, wurde zum Präsidenten meiner geliebten Vereinigten Staaten von Amerika gewählt! Dieses Ereignis hat mich nicht nur um 10 Jahre jünger werden lassen, sondern hat in mir auch jede Menge Tatendrang aufkommen lassen. 

Der Erfolg von Donald Trump erklärtermaßen gegen das gesamte politische Establishment ist ganz wesentlich erst durch das Internet und die sozialen Medien möglich geworden. 

Das Geniale des Internets ist, dass es Zugang zu Informationen und Denkansätzen ermöglicht, wo in der Vor-Internetzeit fundierter Erkenntnisgewinn nur über kompetente Mentoren und Ratgeber möglich gewesen wäre. Das phänomenale der sozialen Medien ist, dass sich keine relevanten Ereignisse mehr vertuschen lassen. Unter anderem Köln hat gezeigt, dass sich ein Ereignis wie die Sylvester-Pogrome trotz gemeinsamer Bemühungen von Politik, Exekutive und Lumpenpresse nicht mehr vertuschen lassen, weil sich die Informationen über das Passierte via Facebook Bahn brechen konnten.

Man muss sich das mal vorstellen, vor knapp 80 Jahren konnte Hitler einen unvorstellbaren Massenmord begehen, ohne das die Welt zeitnah Verlässliches darüber erfahren konnte. Gleiches gilt für die Massenmorde Stalins und Maos, über die man teilweise sogar erst Jahrzehnte später erfuhr. 

In einer Medienwelt, in der Leitmedien aufgrund von Pressekodex und ideologischer Verblendung Fakten unterschlagen oder verdrehen und Diskussionen unterdrücken, haben die sozialen Medien eine Ventilfunktion. 

Es ist nun denkbar schwer geworden das tote Pferd einer verdorbenen Ideologie zu reiten ohne sich dabei lächerlich zu machen. Bezeichnenderweise sind es vor allem die Protagonisten nekrophiler Weltanschauungen, die sich besonders über den Wahlsieg Trumps empören, so sehr geschockt, dass ihnen jeglicher Respekt vor dem Amt abhanden gekommen ist. 

Während sich Frau Merkel erdreistet die Gratulation an den gewählten Präsidenten der Vereinigten Staaten mit Belehrungen zu vergiften, schafft es der Außenminister Deutschlands nicht einmal für ein paar Sekunden seine privaten Ansichten vom Amt zu trennen. Die gleichen Gestalten kriechen vor dem Quasi-Diktator und ISIS-Förderer Erdogan oder den Mördern an der Staatsspitze Irans und glauben das demokratisch gewählte Staatsoberhaupt einer der ältesten Demokratien der Welt belehren und beleidigen zu müssen. Welch‘ Umkehrung!

Der Sieg Trumps, auch gerade mit den sozialen Medien, hat mir den Glauben daran zurück gegeben, dass es für Deutschland noch so etwas wie eine Rettung gibt, oder dass sich zumindest das Kämpfen lohnt. Selbst wenn Deutschland nicht mehr zu retten ist, so hoffe ich, dass es zu einer intellektuellen Renaissance kommen mag, denn auch die Aufklärung ist in Zeiten bittersten Imperialismus entstanden. 

Insofern haben die Peinlichkeiten der zwei Rindviecher Merkel und Steinmeier vielleicht noch einen positiven Effekt, sie haben mich nochmal zusätzlich motiviert aktiver zu werden und in die sozialen Medien ganz groß einzusteigen. Ich habe mich für die Beiden so geschämt, dass ich mir sofort ein Twitter-Konto eingerichtet habe um Donald Trump zu gratulieren, damit er nicht den Eindruck hat alle Menschen in Deutschland seien so schlecht erzogen. 

Auch wenn das Ganze erst mal „Neuland“ für mich ist, hoffe ich durch mehr Präsenz im Internet mehr und kritisches Feedback und qualifizierten Widerspruch zu bekommen. Das wird zumindest meine Dialektik schulen und verhindern, dass ich in einer Blase verbleibe in der kein relevanter Widerspruch zu erwarten ist. 

https://mobile.twitter.com/SobieskiJohann

Veröffentlicht von

herojsobieski

Ich bin kein weißer alter Mann! Mein Name ist Ivana Ranisha Rihanna, aber meine Freunde nennen mich Precious, und ich stamme von Kroaten und Afro-Amerikanern ab. Aufgewachsen bin ich im Sauerland. Seit einem Jahr lebe ich in Dallas, Texas, zusammen mit meinen sechs geliebten Kindern, die leider sieben verschiedene Väter haben. Aktuell bin ich wieder auf der Suche nach einem neuen Mann, bevorzugt aus der polnischen Community. Vor ein paar Monaten hatte ich einen Traum in dem ich Johann Sobieski war und vor Wien die türkische Invasion stoppte. Noch zehn Tage nach diesem Traum war ich überzeugt, dass ich Johann Sobieski bin. In dieser Zeit hatte ich begonnen zu schreiben. Seitdem kommt es immer wieder vor, dass ich plötzlich denke, dass ich Johann bin. Meist hilft nur ein Blick in den Spiegel um zu begreifen, dass mein schwarzes Gesicht mit der kroatischen Nase nicht zu Johann passt.

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