Dressur und Kacke

20.02.2016

Im Zusammenhang mit der sogenannten Flüchtlingskrise kommen immer wieder insbesondere Atheisten und Christus- und Kirchenhasser mit dem Hinweis auf das neue Testament und die Nächstenliebe. Dabei würde das Lesen der Bibel weiterhelfen. 

Matthäus 15, 21 – 28

(21) Und Jesus ging von dort weg und zog sich in die Gegenden von Tyrus und Sidon zurück;

(22) und siehe, eine kanaanäische Frau, die aus jenem Gebiet herkam, schrie und sprach: Erbarme dich meiner, Herr, Sohn Davids! Meine Tochter ist schlimm besessen.

(23) Er aber antwortete ihr nicht ein Wort. Und seine Jünger traten hinzu und baten ihn und sprachen: Entlaß sie, denn sie schreit hinter uns her.

(24) Er aber antwortete und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.

(25) Sie aber kam und warf sich vor ihm nieder und sprach: Herr, hilf mir!

(26) Er antwortete und sprach: Es ist nicht schön, das Brot der Kinder zu nehmen und den Hunden hinzuwerfen.

(27) Sie aber sprach: Ja, Herr; doch es essen ja auch die Hunde von den Krumen, die von dem Tisch ihrer Herren fallen.

(28) Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: O Frau, dein Glaube ist groß. Dir geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter war geheilt von jener Stunde an.

Jesus hat also sehr klar unterschieden zwischen seinem Volk und denen, die nicht zu seinem Volk gehören, zwischen den Kindern Gottes und den Anderen. Jesus half nicht ohne vorher zu prüfen mit welcher Einstellung die bittende Person ihm gegenüber trat. Erst als er sich ihrer Demut gewiss war, half er. 

Kann man sich vorstellen, dass Jesus jemandem geholfen hätte, der sein Volk vernichten möchte, wie es sich die gesamte islamische Welt erträumt? Kann man sich vorstellen, dass Jesus die Feindesliebe auf Menschen bezogen hätte, die ihn und seinesgleichen auslöschen wollen? Hätte Jesus die Expansion des Islam und die Unterwerfung der gesamten nicht-islamischen Welt gefördert? 

Sehr oft gehen Deutscher Selbsthass oder die Verachtung für unsere westlichen Werte einher mit einem überbordenden „Refugees Welcome“. Systemkritik an unserer christlich geprägten Welt ist fast schon standard, während die Auseinandersetzung mit den kulturellen Prägungen von Frau Merkels Gästen Tabu ist. 

Dabei wirken unsere politischen Hauptdarsteller wie Zombies. Einige sind zermürbt von den Dauerbelastungen durch Krisenmanagement selbst herbeigeführter Krisen, teilweise nah am Burn-Out oder mittendrin, andere, wie der Gernegroß Heiko Maass sind in ihrem Element und können ihre sadistischen Neigungen ausleben, insgesamt handeln diese Figuren fremdgesteuert, unempathisch und kalt. 

Man kann sich das Umfeld des Führers Ende 1944 ähnlich vorstellen. Hitler ausgebrannt und nur noch reagierend, und um ihn herum ein paar Vertraute, denen es ebenso geht. Dazu noch ein paar Sadisten und andere Gestörte, die in einem derartigen Untergangs-Szenario sich immer wohler fühlen. In dieser Atmosphäre kann ich mir nicht vorstellen, dass es auch nur einen einzigen normalen vernünftigen Gedanken gegeben hat, sieht man mal von solchen wie „ich muss mal auf Toilette“ ab. Und dies‘ dürfte im Umfeld von Frau Merkel momentan auch nicht anders sein. 

Die Seuche falsch verstandener Nächsten- und Feindesliebe mag eine fast weltweite Erscheinung in christlichen Ländern sein, was momentan in Deutschland passiert hat jedoch eine besondere Note. Deutschland fällt momentan als ein Land auf, das seine Nachbarländer belehrt, erpresst und eine vermeintliche moralische Überlegenheit zur Schau stellt, die gewiss nichts mit christlicher Demut zu tun hat. 

Gerade unsere osteuropäischen Nachbarländer haben kein Verständnis dafür, dass Deutschland von ihnen erwartet, dass sie auch ihrem Volk zumuten, was Frau Merkel Deutschland angetan hat. Ausgerechnet jenes Deutschland, das mit seinem Starrsinn Europa zugrunde gerichtet hat, und ausgerechnet Moslems, die 600 Jahre lang die schlimmste Geißel Osteuropas waren. 

Was bringt Deutsche und Deutschland dazu, so debattenfrei auf seinen Vorstellungen zu beharren? Wer da nicht mit will, wird gleich zum Untermenschen degradiert. Der Empfang ist ausgeschaltet, es wird gesendet: am Deutschen Wesen soll die Welt genesen. 

Das Wesen Deutscher Erziehung ist die Dressur. Kleinkinder erhalten bereits mit 1,5 Jahren oder früher Sauberkeitserziehung, eine unglaubliche Menge von Regeln und Gesetzen hält die Deutschen davon ab sich mit Alltags-Themen moralisch auseinander zu setzen. Wenn alles geregelt ist, muss ich mich nicht fragen was richtig oder falsch ist. 

Dressur und Überregulierung verhindern Reifung, das geht schon beim Kleinkind los. Mangelnde Reife führt zu Unsicherheit und einem schwachen moralischen Kompass. Ein schwacher moralischer Kompass führt zu populistischen und unausgewogenen Entscheidungen. 

Das Deutsche Dilemma lässt sich also in einem Satz zusammenfassen: Dem Deutschen ist seine Kacke viel zu früh abhanden gekommen, deshalb trauert er seiner Kacke hinterher. 

Veröffentlicht von

herojsobieski

Ich bin kein weißer alter Mann! Mein Name ist Ivana Ranisha Rihanna, aber meine Freunde nennen mich Precious, und ich stamme von Kroaten und Afro-Amerikanern ab. Aufgewachsen bin ich im Sauerland. Seit einem Jahr lebe ich in Dallas, Texas, zusammen mit meinen sechs geliebten Kindern, die leider sieben verschiedene Väter haben. Aktuell bin ich wieder auf der Suche nach einem neuen Mann, bevorzugt aus der polnischen Community. Vor ein paar Monaten hatte ich einen Traum in dem ich Johann Sobieski war und vor Wien die türkische Invasion stoppte. Noch zehn Tage nach diesem Traum war ich überzeugt, dass ich Johann Sobieski bin. In dieser Zeit hatte ich begonnen zu schreiben. Seitdem kommt es immer wieder vor, dass ich plötzlich denke, dass ich Johann bin. Meist hilft nur ein Blick in den Spiegel um zu begreifen, dass mein schwarzes Gesicht mit der kroatischen Nase nicht zu Johann passt.

18 Gedanken zu „Dressur und Kacke“

    1. Mit islamische Welt ist die Welt gläubiger Moslems gemeint, nicht der einzelne Kultur-Moslem. Der gläubige Moslem gemäß dieser Definition erachtet Koran und Hadithe als verbindlich und für ihn (oder sie) ist der Lebensweg Mohammeds normativ. Dieser Räuber, hundertfache Mörder, Kinderschänder, Christen- und Judenhasser und Auftraggeber von Steinigungen und Progromen ist das Rollenmodell, im Islam gilt Mohammed als der perfekte Mensch.

      Gefällt mir

      1. Und…? Also, Sie meinen, dass ALLE Leute, die sich als Muslime identifizieren, von der Vernichtung der Juden träumen? Oder nicht? Oder gilt für Sie ein Mensch erst dann als Moslem, wenn er das tut? Oder wie?

        Gefällt mir

      2. Gut erkannt! Ein Moslem, der keine Juden hasst, der ist nicht koran-konform. Aus Sicht eines echten Moslems ist jemand, der den Koran, das unverfälschte Wort Allahs, nicht wörtlich befolgt, also einen Teil des muslimischen Glaubens aufkündigt, ein vom Islam Abgefallener. Wie mit Apostaten umzugehen ist, regelt unter anderem Sure 3, Vers 106. Die Tötung eines vom Islam Abgefallenen wird perverserweise im Islam gemäß diverser Fatwen als Bewahrung der Menschenrechte gesehen.

        Gefällt mir

  1. Und für dich sind dann auch nur die Leute echte Christen, die keine Schalentiere essen und ihre Kinder steinigen, wenn sie ihnen nicht gehorchen? Oder machst du das Ausnahmen?
    Ernsthaft: Ich habe den Eindruck, dass kein Anhänger irgendeiner Religion dieser Welt sein Heiliges Buch komplett befolgt. Können sie ja auch gar nicht, weil die Heiligen Bücher in sich widersprüchlich sind. Insofern gibt es dann nach deinem Maßstab keine echten Muslime, und wir sind wieder bei 0.

    Gefällt mir

    1. Warum sollten echte Christen irgendjemanden steinigen? Wer das Neue Testament befolgt, wird niemandem jemals irgendetwas antun. Wo gibt es Gewaltaufrufe bei Jesus?

      Auch im christlich-jüdischen Kulturkreis gab es viele Verfehlungen & Gewalt. Zentraler Unterschied aber ist, dass die heiligen Schriften des Judentums & des Christentums nicht zu Gewalt aufrufen. Natürlich findet man insbesondere im alten Testament gewalttätige Passagen. Hierbei ist aber unbedingt entscheidend wie innerhalb dieser Religion eben jener Gewalt im hier und jetzt umgegangen wird. Wenn man sich ein bisschen mit dem Judentum beschäftigt hat, dann erkennt man sehr schnell, dass der Umgang mit den Geschichten des alten Testaments durchaus hinterfragend ist. Insofern kann man davon ausgehen, dass kein Jude Gewalt-Darstellungen des alten Testaments als Aufruf oder Berechtigung hernehmen würde zur Gewaltanwendung gegenüber „Ungläubigen“!

      Und auch das neue Testament ist nicht gerade gewaltverherrlichend, sondern ganz im Gegenteil durchtränkt von übertriebener Defensivität.

      Folglich ist klar, dass Gewalt im Namen des Christentums nicht durch die Heiligen Schriften legitimiert ist. Ganz im Gegenteil, derartige Gewalt ist Ergebnis von Missbrauch durch Imperialismus oder infolge von Aberglaube.

      Gefällt mir

  2. Du siehst, Christen haben Mechanismen gefunden, die Anweisungen ihres Heiligen Buches so umzuinterpretieren und auszuwählen, dass was halbwegs Sozialverträgliches rausgekommen ist. (Ich könnte jetzt darauf verweisen, dass die Gebote zum Steinigen ja nun mal klar im Alten Testament stehen, und dass Jesus gesagt hat, dass er nicht gekommen ist, das Gesetz zu ändern, sondern es zu erfüllen, und dass kein Jota und kein Tüttel sich dran ändern soll, aber ich hab eigentlich gar kein Interesse an einer Diskussion über die Bibel, ich wollte vor allem sagen:)
    Und so ist das bei Muslimen eben auch. Worauf ich hinaus will: Ob jemand sich als Muslim identifiziert, lässt keinen rechten Rückschluss darüber zu, ob er von der Vernichtung des jüdischen Volkes träumt. Du scheinst dem ja auch selbst zuzustimmen, denn du unterscheidest da auch. Und ich finde diese Unterscheidung wichtig.

    Gefällt mir

    1. Klarer Widerspruch: die einzigen Imperative aus der Bibel sind die 10 Gebote. Die Juden lesen 613 Mizwot aus Bibel und Talmud, aber nur drei Gebote müssen immer befolgt werden. Und eine Möglichkeit zur Umgehung findet sich leicht. Der Koran hingegen hat jede Menge Imperative, unter anderem über 200 Tötungsbefehle gegenüber Ungläubigen inklusive Belohnungen für die Mörder von Ungläubigen.

      Wer Stellen des von Allah diktierten Korans kritisiert, kritisiert Allah. Wer die von Menschen geschriebenen Texte des alten und neuen Testaments kritisiert geht hingegen kein Risiko ein. Nur die 10 Gebote kommen direkt von Gott.

      Warum das Christentum zur Basis der Aufklärung geworden ist, liegt nicht an irgendwelchen Tricksereien, sondern an Jesus selbst, der die Trennung von Religion und Staat gepredigt hat.

      Gefällt mir

      1. Wie gesagt, ich denke, Sie sehen das mit der Bibel falsch, aber ich sehe auch keinen Sinn darin, das zu vertiefen.
        Mir ging es um den besagten Hinweis, dass viiiiiele Leute sich als Muslime identifizieren, ohne das jüdische Volk vernichten zu wollen. So wie in jeder Religion zahllose Auslegungen und verschiedene Deutung existieren.

        Gefällt mir

  3. Wie gesagt, es spielt für das Prinzip, um das es mir eigentlich geht, gar keine Rolle. Ich hätte genauso gut als Beispiel wählen können, dass es Protestanten. Katholiken, Baptisten und Christl. Wissenschaftler gibt, was unstrittig sein dürfte.
    Aber mit den Schalentieren meinte ich Levitikus 11:10, und mit den ungehorsamen Kindern 5. Mose 21:18-21.

    Gefällt mir

    1. Wie es mit dem Alten Testament aus christlicher Sicht zu halten ist, das bringt dieser Text (Bibelbund) ganz gut auf den Punkt:

      „Das AT ist Wort Gottes, besitzt aber einen vorläufigen Charakter. Die christliche Gemeinde kann es nicht wortwörtlich in die heutige Zeit übernehmen. Vielmehr ist das AT heilsgeschichtlich auszulegen. Wie dies geschieht, zeigt uns Jesus Christus und das NT. Wir leben heute im neuen Bund und haben uns nach den Grundsätzen dieses Bundes und seines Stifters, Jesus, zu richten. Jesus und das NT zeigen, dass das kultische Gesetz endgültig vorbei ist und dass das sittliche Gesetz im Doppelgebot der Liebe aufgeht. Christen befolgen das Doppelgebot der Liebe nicht, um dadurch gerecht zu werden; sondern weil sie durch den Glauben an Jesus gerecht geworden sind, halten sie gerne die Gebote Gottes.“

      Die Thematik Schalentiere und Steinigung frecher Söhne wäre hier also obsolet.

      Was die jüdische Sicht angeht, so kann ich das Buch „Belebende Parascha“ empfehlen. Der Rabbiner geht zwar nicht auf die Steinigung des ungeratenen Nachwuchses ein, die Sicht auf ähnliche Fragen ist aber sehr erhellend. Ein genauerer Blick auf Dtn 2:18 ist aber auch so schon mal ganz erhellend, verlangt es, dass beide Eltern hinter der Entscheidung stehen. Unvorstellbar, dass beide Eltern dazu fähig wären ihren Sohn steinigen zu lassen. Na ja, bei Deutschen vielleicht, aber sicher nicht bei Juden.

      Gefällt mir

      1. Ja, so siehst du das. Und manche Christen (Jesus zum Beispiel, wie gesagt, aber da kann man ja auch drüber streiten, ob der Christ war) sehen es anders.
        Genau das war schon mein ganzer Punkt.

        Gefällt mir

      2. Warum gehst Du davon aus, dass Jesus das so gesagt hat? Das NT ist von Menschen geschrieben, wie auch das AT. Und das ist der zentrale Unterschied zum Koran, der direkt von Allah diktiert worden sei.

        Insofern sind die zahlreichen Tötungsgebote und Anweisungen im Koran nicht verhandelbar für einen Moslem, während die kritischen Aussagen in der Bibel für Juden und Christen durchaus anpassbar und somit relativierbar sind.

        Die Saat der Aufklärung ist in der Bibel somit bereits angelegt, im Koran hingegen ausdrücklich verboten. Deswegen sind kritische Psalmen insbesondere im AT auch nicht ansatzweise vergleichbar mit den Tötungsaufrufen gegen Ungläubige im Koran, mal ganz abgesehen davon, dass Jesus explizit die Trennung von Staat und Religion predigt hat, die im Islam undenkbar ist.

        Gefällt mir

      3. Ich gehe nicht davon aus, dass Jesus jemals irgendwas gesagt hat, weil ich nicht davon ausgehe, dass es ihn überhaupt jemals gab.
        Ich sage nur, dass religiöse Menschen in allen Religionen dieser Welt im Großen und im Kleinen Wege gefunden haben, ihre Heiligen Bücher so auszulegen, dass sie nur Teile von dem meinen, was sie sagen, und manchmal auch das Gegenteil davon. Wir wissen das beide, du und ich. Das ist bei Christen so, und das ist bei Muslimen so, und deshalb gibt es Muslime, die wollen, dass das jüdische Volk vernichtet wird, und es gibt Muslime, die das nicht wollen.
        Und ich werde jetzt aufhören, mit dir in diesem Kreis zu rennen, bedanke mich für den Versuch einer Verständigung und verabschiede mich jetzt.
        Horrido.

        Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s